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Walter Kunststoffe wehrt sich gegen Vorwürfe: Alles unter Grenzwert2 Min. Lesedauer

7. Oktober 2021 2 min read

Walter Kunststoffe wehrt sich gegen Vorwürfe: Alles unter Grenzwert2 Min. Lesedauer

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Immer mehr Bürger beschweren sich über Geruchsbelästigung im Stadtgebiet von Wels. Viele Anrainer im Industriegebiet verorten den süßlich-gärenden Geruch beim Kunststoffrecycler Walter, der laut Eigenangaben 20.000 Tonnen sauberen und verschmutzten Kunststoff im Jahr verarbeitet. Dieser wehrt sich nun gegen die Vorwürfe.

„Sämtliche bereits durchgeführte Überprüfungen, Maßnahmen und mögliche zukünftige Optimierungen wurden mit dem Sachverständigen besprochen und für gut und ausreichend befunden. Bei allen Projekten wurden stets sämtliche Parameter in Betracht gezogen. Hauptwindrichtungen, Ausbereitungssimulation bis hin zur Gesamtlast an Geruchsemissionen die überhaupt relevant sein können. Keine der Überprüfungen war auch nur annähernd an den Grenzwerten, die für ein Industriegebiet relevant sind“, so Geschäftsführer Bernhard Baumberger.

Das Land Oberösterreich bestätigt das, sagt aber auch, dass es bis dato keine Geruchsmessungen gegeben hat, sondern lediglich Überprüfungen des Betriebes.
Laut Stadt Wels hat der Betrieb bis heute auch keine Filteranlage.

Kommunikation mit Anwohner
„Wir sind immer bereit gewesen, über die gesetzlich geforderten Maßnahmen hinaus, Projekte umzusetzen die die Situation weiter verbessern. Dieser Linie werden wir auch treu bleiben und auch zukünftig im Sinne guter Nachbarschaft alles daran setzen, noch weiter unter diese gesetzlichen Grenzwerte zu kommen“, heißt es von der Firma Walter.

Anwohner Florian Mayerhofer meint, dass die Firma Walter keinen Wert auf gute Nachbarschaft legt: „Wir haben mit den meisten Unternehmen hier ein sehr gutes Verhältnis. Die immense Geruchsbelästigung durch die Firma Walter ist aber so schlimm, dass man in der Nacht munter wird. Manche Nachbarn bekommen Kopfschmerzen und müssen sich fast übergeben. Ich habe mich mehrmals mit der Firma Walter in Verbindung gesetzt. Dort wurde so getan, als sei das Problem gar nicht bekannt und wollte es auf die Landwirtschaft oder andere umliegende Betriebe schieben. Das ist einfach keine offene Kommunikation.“

Walter-Geschäftsführer Bernhard Baumberger steht für kein Videointerview zur Verfügung und schreibt abschließend: „Sämtliche weiteren Gespräche werden wir mit der Behörde und auch gerne gemeinsam mit Anrainern durchführen.“